Grundlagen
String- oder Modulwechselrichter?
Die Frage entscheidet mehr über Ihren Ertrag als die Marke der Module. Hier steht in fünf Minuten, worum es geht.
Für wen passt das?
Trifft mehr als ein Punkt auf Sie zu, lohnt sich ein Blick auf dieses System.
- Sie stehen vor der ersten Photovoltaikanlage und wollen mitreden können
- Ihnen haben zwei Anbieter zwei verschiedene Systeme empfohlen
- Ihr Dach hat Gauben, Kamine oder einen Baum in der Nähe
Wozu überhaupt ein Wechselrichter?
Ihre Photovoltaikmodule erzeugen Gleichstrom. In Ihrer Steckdose brauchen Sie Wechselstrom. Der Wechselrichter macht aus dem einen das andere – und er sorgt dafür, dass die Module immer im günstigsten Arbeitspunkt laufen und dass sich die Anlage im Fehlerfall abschaltet. Er ist das Gerät, das über Ertrag, Sicherheit und Lebensdauer Ihrer Anlage am meisten entscheidet.
Es gibt zwei Bauweisen. Wir bieten beide an.
String-Wechselrichter: ein Gerät für alle Module
„String” heißt Strang. Die Module werden wie eine Lichterkette in Reihe geschaltet und gemeinsam an ein zentrales Gerät geführt, das meist im Hauswirtschaftsraum oder in der Garage hängt.
Was dafür spricht
Diese Bauweise gibt es seit Jahrzehnten, sie ist ausgereift und pro Kilowatt die günstigste Lösung. Große Batteriespeicher lassen sich direkt anbinden, und wer ein Elektroauto lädt oder eine Wärmepumpe betreibt, bekommt alles aus einer Hand geregelt. Auf einem großen, freien Süddach ist ein String-Wechselrichter in aller Regel die wirtschaftlichste Entscheidung.
Wo die Grenzen liegen
In einer Reihenschaltung bestimmt das schwächste Modul den Strom für alle anderen. Wandert vormittags der Schatten Ihrer Gaube über ein Modul, zieht das die ganze Reihe nach unten – auch die Module, auf die die Sonne voll scheint. Dasselbe gilt für den Schornstein, den Nachbarbaum, die Satellitenschüssel oder im Herbst für Laub.
Der zweite Punkt betrifft die Sicherheit: Zwischen Dach und Wechselrichter liegen im Betrieb mehrere hundert Volt Gleichspannung an. Gleichspannung lässt sich schlechter abschalten als Wechselspannung, weil kein Nulldurchgang den Lichtbogen löscht. Solange alles fachgerecht gebaut ist, ist das beherrschbar – es ist aber der Grund, warum die Feuerwehr bei PV-Anlagen genau hinschaut.
Modulwechselrichter: ein kleines Gerät je Modul
Auch Mikrowechselrichter genannt. Unter jedem Modul sitzt ein eigenes, handtellergroßes Gerät, das direkt dort auf Wechselstrom umwandelt.
Was dafür spricht
Jedes Modul arbeitet für sich. Ein verschattetes Modul bringt weniger, alle anderen laufen ungestört weiter. Auf verwinkelten Dächern, bei mehreren Ausrichtungen oder wenn nur drei Module auf die Gaube passen, ist das ein echter Ertragsunterschied und keine Kleinigkeit.
Sicherheitsseitig entsteht Gleichspannung nur noch auf wenigen Zentimetern Kabel zwischen Modul und Mikrowechselrichter. Auf dem Dach liegt Wechselstrom. Viele von uns sind aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr – wir wissen, was im Einsatzfall auf einem Dach zählt, und das ist für uns kein Nebenaspekt.
Dazu kommt: Sie sehen in der App jedes Modul einzeln. Bringt eines dauerhaft weniger, fällt das auf, bevor es Geld kostet.
Wo die Grenzen liegen
Batteriespeicher werden anders angebunden, weil der Strom bereits als Wechselstrom vom Dach kommt. Das funktioniert, ist aber ein anderer Aufbau als beim String-System. Und bei sehr großen Anlagen auf freien Flächen ist die Bauweise meist nicht die erste Wahl – dort spielt der Preis pro Kilowatt die größere Rolle als der Umgang mit Verschattung.
Unser Standpunkt
Wir haben beides im Programm und verdienen an beidem. Deshalb können wir ergebnisoffen beraten: Wir schauen uns Ihr Dach an, vermessen es mit einer Drohne und rechnen den Ertrag beider Varianten mit einer Simulationssoftware durch. Was am Ende mehr bringt, sagen die Zahlen – nicht der Katalog.
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Häufige Fragen
Was ist besser, String- oder Modulwechselrichter?
Das hängt vom Dach ab. Auf einer großen, unverschatteten Fläche ist ein String-Wechselrichter meist die wirtschaftlichere Wahl. Bei Verschattung durch Gauben, Kamine oder Bäume und bei mehreren kleinen Teilflächen spielen Modulwechselrichter ihre Stärken aus.
Was passiert bei Verschattung eines einzelnen Moduls?
Bei einem String-Wechselrichter zieht ein verschattetes Modul die ganze Reihe nach unten, weil alle Module in Reihe geschaltet sind. Bei Modulwechselrichtern arbeitet jedes Modul für sich – betroffen ist nur das eine Modul.
Welche Spannung liegt auf dem Dach an?
Bei einer String-Anlage liegen im Betrieb mehrere hundert Volt Gleichspannung auf den Leitungen zwischen Modulen und Wechselrichter. Bei Modulwechselrichtern wird direkt am Modul auf Wechselstrom umgewandelt, die Gleichspannung bleibt auf wenige Zentimeter Kabel begrenzt.
Im Beratungstermin prüfen wir das an Ihrem Dach.
Wir nehmen das Dach per Drohne auf, rechnen die Varianten durch und legen Ihnen die Zahlen nebeneinander. Unverbindlich und kostenlos.
Und wie geht es dann weiter? So läuft es bei uns ab – vom ersten Anruf bis zur angemeldeten Anlage.
Weitere Systeme im Überblick
- Unser String-SystemSigenergyPasst, wenn Sie einen Speicher wollen und das Dach frei liegt.
- Unser Modulwechselrichter-SystemAtmocePasst, wenn Ihr Dach Schatten, Ecken oder mehrere Ausrichtungen hat.
- Unsere PVT-ModuleTriple SolarPasst, wenn eine Wärmepumpe kommt und kein Außengerät im Garten stehen soll.
- EntscheidungshilfeWelches System passt zu mir?Vier Fragen zu Dach, Speicher, Auto und Heizung – am Ende ein Vorschlag.